Personal & Opinion

Pläne, Ziele und Visionen für 2018

Einen „Meine Vorsätze“ für 2018 – Post zu schreiben, wenn heute tatsächlich schon der 19. statt des 1. Januars vom Kalenderblatt abgerissen werden kann (okay, macht so vermutlich auch keiner mehr) ist ein bisschen wie die „Happy New Year“-Karte des letzten Jahres zu benutzen und dann mit Tippex das Datum zu korrigieren. Aber ich habe mir das ganz salopp nach dem Motto des akademischen Viertels mal erlaubt und teile hier mit euch endlich auch meine „Nichtjahresvorsätze“. 

Ich habe nämlich keine Vorsätze. Ich halte nichts davon, mir persönlich zusätzlich zu allen gesellschaftlichen Erwartungen auch noch eigene Regeln aufzuerlegen, bei deren Missachten ich meine gescheiterte Existenz anerkennen müsste. (#achtungironie). Was ich dennoch für jedes Jahr habe, sind Ziele, Pläne und Visionen. Solche, die mich motivieren morgens (mit Unterstützung von intravenösem Koffein) aus dem Bett zu springen und den Tag anzugehen. Und solche, die mich am Ende des Jahres zurückblicken lassen und stolz machen, stolz auf meine Entwicklung und auf das, was ich hinterlasse. In diesen ersten Tagen des neuen Jahres habe ich mir noch einmal die Zeit genommen, zu reflektieren und diese Punkte für mich niederzuschreiben.

Dieser Post liegt tatsächlich schon seit gefühlten Ewigkeiten hier in meiner Ablage und während mich von links immer wieder meine Karteikarten für „Strategic Marketing“ anschielen, habe ich gestern noch einmal den kompletten Beitrag überworfen, nach einem System gesucht, wie diese Visionen und Pläne strukturieren kann. Das Ergebnis: Vier große Themenbereiche: Lernen. Reisen. Leben. und Arbeiten. mit jeweils drei wichtigen Missionen.

Leben

Nachhaltigkeit.

Einen Punkt, den ich im letzten Jahr schon mehr und mehr für mich aufgegriffen habe, ist der bewusste und nachhaltigerer Konsum. Fleisch landet seit August nicht mehr in meinem Einkaufswagen und auch im sonstigen Leben verzichtete ich so oft es geht aufs Auto (einfach, wenn man eh nicht einparken kann und deshalb eh 4km zu Fuß gehen muss) und versuche einen nachhaltigen Ansatz zu verfolgen. Einfach aus dem Grund, dass ich diese eine Erde ziemlich schön finde und die Vorstellung, dass jemand für mein Glück bezahlt irgendwie nicht vereinbar ist mit dem täglichen Blick in den Spiegel. Das ist sicherlich kein „von heute auf morgen“-Job, aber mir ist es ein persönliches Anliegen, mich selbst da noch besser zu informieren und das schrittweise in meinen Alltag zu integrieren.

Schreiben.

Kurze Gedankenfetzen, ein Zitat, das mir besonders gut gefallen, Briefe, Aufsätze. Einfach schreiben und die Worte so zum Leben erwecken. Ich las neulich einen Artikel, der mich so sehr berührte, dass ich Tränen in den Augen hatte. Worte haben auch heute noch eine mächtige Wirkung und auch wenn meine persönlichen Texte auf dem Blog immer kürzer gekommen sind, möchte ich mir 2018 wieder Zeit dafür nehmen. Denn wenn ich mich mit einer Thematik beim Schreiben auseinander setze, fällt es mir viel leichter, einzuordnen und kritisch-reflektiert die Fragestellung zu betrachten. Ich weiß, das Format der Zukunft wird Bewegtbild sein, aber da ich eh nicht reich und berühmt mit meinem Blog werden wollte, kann ich wohl vorher noch ein paar Texte schreiben.

Glücklich. 

Mit dem glücklich sein ist es ein bisschen wie mit dem Frühstücksei kochen. Wir alle haben da unsere ganz eigene Vorstellung, wie es perfekt ist und können doch nicht immer so ganz akzeptieren, dass jemand neben uns das komplett Gegenteil behauptet. Kann man nur glücklich sein, wenn man diszipliniert jeden Morgen Yoga macht und danach seine gesunde Mango-Bowl isst? Oder ist Netflix & Pizza die einzig wahre Quelle vollkommender Glückseligkeit? Und dann wird argumentiert, dieses sei besonders gut und jenes sei besonders gut – anstatt zu akzeptieren, dass der andere mit seinem eigenen Leben besonders zufrieden ist, so wie es ist – ungleich ob er sich damit einem von der Gesellschaft vorgeschriebenen Schubladensystem konform verhält oder nicht. Ich möchte in 2018 mehr das machen was mich glücklich macht (aka Sonnenaufgänge am Strand mit einem guten Buch) als auch noch toleranter werden in Bezug darauf, was andere Menschen glücklich macht. Denn auch wenn das nicht „mein Weg“ sein mag, ist es ihr ganz eigener und glücklich zu sein, das kann man nur jedem Menschen wünschen.

 

Lernen

 

Bachelorthesis .

Wow, drei Jahre vergehen wahnsinnig schnell. Gerade habe ich mein 5. Semester abgeschlossen und im Sommer werde ich dann meine Bachelor-Arbeit schreiben. 6 Semester, in denen ich viel gelernt habe, in denen sich mein Kompass komplett neu ausgerichtet hat und an dessen so nahem Ende sich meine Pläne um etwa 180° gedreht haben. Dass ich an dem Punkt stehen würde, an dem ich jetzt stehe, dass hätte ich niemals vermutet. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass es wichtig ist, immer wieder anzuhalten und für sich zu überprüfen, ob der Weg, den man hier geht, der richtige für einen ist. Und dass man auch offen ist, Pläne zu ändern, wenn eben jener beschriebene Fall ergibt, dass ein Richtungswechsel jetzt wichtig wäre.

Master.

Ich habe es eben oben schon erwähnt, meine Zukunft stelle ich mir derzeit ganz anders vor, als noch vor drei Jahren. Ich möchte mit einem Master im Bereich „Digital“ und „E-Commerce“ meine Qualifikationen in dem Bereich ausweiten, in dem ich auch die letzten Jahre gearbeitet und meine Stärken gefunden habe. Außerdem plane ich, dafür noch einmal meine Heimat zu verlassen und für mind. zwei Jahre nach Dänemark oder Schweden zu gehen. Das skandinavische Bildungssystem ist fantastisch, als EU-Bürger auch kostenlos und gerade jetzt ist es eine so große Möglichkeit noch einmal im Ausland zu leben, dass ich diese nicht ungenutzt lassen möchte. Da ich im September diesen Jahres vermutlich meine Bachelor-Arbeit abgeben werde und die Studiengänge in den oben genannten Ländern teilweise bereits im September starten, werde ich mich wohl erst für 2019 bewerben und während der Übergangszeit mir noch ein Projekt oder ein spannendes Praktikum suchen, welches ich dann in Angriff nehmen kann.

Food for Thought. 

2018 wird das Jahr sein, in welchem ich endlich eine Programmier-Sprache lerne. Weil ich es wichtig finde und glaube, dass es ein Grundfach in der Schule sein sollte. Weil Digitalisierung in Deutschland immer noch ein „ehhmmm jaaa schon irgendwie vielleicht morgen“ – Thema ist. Und weil man, wenn man meckert, erstmal anfangen soll es selbst besser zu machen. Und ich möchte mich endlich bei der „Female Future Force“ anmelden – den Plan hatte ich schon so lange und sobald mein Klausurenmonat Januar durch ist, werde ich genau das auch machen. Außerdem ein wichtiger Aspekt in 2018: Filterblase zum Platzen bringen.  Über den Tellerrand hinausschauen und sich kritisch mit der eigenen Meinung auseinandersetzen. Ge- und Erlerntes teilen. Denn mal im Ernst,  wenn man einfach nur mal die Augen aufmacht, stößt man nahezu an jeder Ecke auf etwas, das einen bewegen kann, einen weiterbringt, einen motiviert oder vielleicht auch verschreckt – aber dadurch dazu bewegt, etwas zu verändern (Ausnahme ist so ziemlich alles, was unter dem Hashtag #dschungelcamp zu finden ist). Und ich möchte gerne diese klugen, differenzierten Gedanken sammeln und teilen. Wie genau, das weiß ich auch nicht, ob als Linkliste, unter einem bestimmten Hashtag oder als Newsletter. Eure Anregungen sind da super herzlich willkommen, gemeinsam stellen wir da was Gutes auf die Beine!

 

Reisen

Europa.

Es war einmal eine jüngere Version meiner Selbst, die sich vornahm bis Ende ihres Studiums einen Großteil der europäischen Hauptstädte besucht zu haben. Jetzt stehe ich vor eben jenem Abschluss und die Liste ist noch ziemlich leer, während ich mich frage, wohin die letzten drei Jahre gerannt sind. Für’s Erste wird mit Kopenhagen im Februar ein weiterer Punkt auf der Landkarte markiert und auch den Rest der vorlesungsfreien Zeit bis März und auch danach möchte ich neben dem Arbeiten vor allem für’s Reisen nutzen. Als ich in Barcelona lebte, erzählten mir meine hauptsächlich amerikanischen Mitstudenten wie unfassbar günstig man doch in Europa hin und her reisen könnte und wie viel sie schon gesehen hätten. Und da haben sie absolut Recht. Wir genießen das absolute Privileg, dass wir so eine bunte kulturelle Vielfalt genießen können und aufgrund europäischer Verträge ganz easy und ziemlich günstig uns alles ansehen können. Insbesondere während des Studiums lassen sich Kurztrips gut integrieren und wer vernünftig plant und recherchiert kann auch eher teure Städte mit kleinerem Budget erleben.

Überblick.

Ich habe ja ganz schlimme Angewohnheiten wenn ich irgendwohin reise. Ich will einen Sonnenaufgang dort erleben (meine Mitreisenden finden das total super, wenn ich sie zwinge mit mir um 5.30 aufzustehen, aber hey meistens sind sie dann doch ganz gnädig, wenn sie den Himmel in pink sehen) und einmal die Stadt von oben sehen. Ich bin notorischer Fensterplatz-Sitzer und klettere so manche Stufe hoch, nur um einen besseren Ausblick zu haben – vermutlich war ich in einem früheren Leben eine Giraffe, haha. Und da ich beschlossen habe in 2018 viel mehr zu reisen, darf das natürlich nicht fehlen. Den besten Ausblick über Barcelona hat man übrigens von den Bunkern „Del Carmel“ aus, ein absolutes Muss für jeden, der die Stadt besucht.

Barcelona.

2017 war das Jahr in dem ich mich verliebt habe. In Barcelona. Und das Leben. Jeden Tag aufs Neue. In kaum einer Phase meines Lebens habe ich so viel gelernt wie in diesen vier Monaten im Ausland und in 2018 möchte ich definitiv zurückkehren. Einmal im Frühjahr, um Kraft zu tanken vor dem letzten Semester und dann im Spätsommer nach Abgabe meiner Bachelorarbeit dort etwas länger verbleiben. Schreiben. Lesen. Lachen und über das Leben nachdenken. Am Strand sitzen (nicht in Barceloneta, ehrlich da kann man gefühlt auch zum Ballermann fliegen), das eigene Körpergewicht in Paella essen und den semi-talentierten Ukulele-Spielern auf den Bunkers del Carmel zuhören, während unter einem die Sonne verschwindet und die Stadt erst so richtig zum Leben erwacht.

Arbeiten

An mir selbst.

Fokus. Dieser Punkt ist definitiv etwas, an dem ich aktiv in 2018 arbeiten möchte. Denn wie so viele meiner Generation habe ich mir langsam aber sicher ein Multi-Tasking-System angewöhnt. 1000 Tabs im Gehirn offen , alles auf einmal machen und dann drei Mal auf Seite 1 zurückspringen, weil Multi-Tasking dann insgeheim doch nicht das Gelbe vom Ei ist. Wow, danke für nix.  Auf Dauer verliert man so nämlich nicht nur den Überblick, sondern wird auch frustriert, weil etwa 27 Sachen angefangen, aber keine beendet ist. Natürlich ist das größtenteils auf Arbeit, Uni oder ähnliches bezogen, aber auch im privaten ist es furchtbar anstrengend für Umfeld und einen selbst, wenn man das Gefühl hat, man könnte nicht mal drei Minuten ein Buch lesen, weil währenddessen  noch dieses oder jenes erledigt werden könnte.

Mit klugen Leuten. An guten Ideen.

Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich in den letzten Jahren die Chance hatte, lauter inspirierende, motivierende Leute kennenzulernen, die aufwachen mit dem Gedanken ihren persönlichen Beitrag dazu zu leisten, dass wir etwas bewegen, dass wir Probleme lösen und uns Aufgaben stellen, die komplex erscheinen und es vermutlich auch sind. Und ich würde sehr gerne mit meinen Stärken und Kompetenzen ebenfalls einer dieser Menschen werden und genau dafür insbesondere die Pause zwischen Bachelor und Master nutzen – schauen, was ich kann, wo ich damit was bewegen kann und dann daran arbeiten.

An diesem Blog

Mit dem Bloggen und mir ist das so eine Sache. Wer mich kennt, der weiß, dass ich in diesem Internet schon seit vielen Jahren (bestimmt 6 oder so) in die Tasten haue und mit unbeständiger Regelmäßigkeit von mir hören lasse. Aber genau wie so viele der Branche zweifele ich ab und zu an der Sinnhaftigkeit dieser Branche, seit Instagram und Bloggen miteinander verschmolzen sind und das Monster „Influencer“ gebildet haben. Nein, früher war nicht alles besser, das möchte ich damit nicht sagen. Aber ich kann mir halt bei bestem Willen keinen Mehrwert bei dem 687990975899. Selfie vorstellen und während ich mir jetzt den dritten Tag den Kopf zerbreche um diesen Post hier sinnvoll mit mehr als drei Worten zu füllen, geht irgendwo gerade auf der Welt ein Post mit dem Titel „Meine Wishlist Nummer 11 in 2018“ online, der, hätte ich einen Affiliate-Blocker, komplett leer wäre. So, neidische, alte Internet-Hexe over and out. Ich gönne jedem seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen, aber es ist irgendwie nicht meine Welt. Und deswegen gilt es da für mich auch immer irgendwie mein Konzept zu finden, hinter dem ich als Person stehen kann und möchte und dann diesen Blog mit den Inhalten zu füllen, die ich mit der Welt teilen möchte.

Wow, das waren knapp 2000 Worte später auch meine Visionen und Pläne zu für 2018. Wenn ihr Lust habt, hinterlasst mir doch einen Kommentar mit euren Visionen und Plänen für dieses (fast noch ganz) neue Jahr, ich würde mich freuen.

 

 

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