Ich bin kein großer Fan von Museen. Schockschwerenot. Doch wartet ab, bevor ihr die Hände über dem Kopf zusammenschlagt und besorgt um mein verkümmerndes Gehirn „Kulturbanause“ schreit.  Ein winziges Exponat hinter einem dreifach gesicherten Glaskasten zu bestaunen, während mich eine Traube Menschen mit Selfie-Sticks zerquetscht, nur um das Blitz-Verbot zu missachten, hat für mich keinen allzu großen Lerneffekt. Doch glücklicherweise gibt es einige Museen, die genau das verstanden haben und wie gemacht sind für Menschen wie mich, die alles ausprobieren, alles verstehen, anstatt nur bewundern wollen. Wer von euch das Universum in Bremen kennt und mag, der wird vom CosmoCaixa begeistert sein – und auch wer nur wenige Tage in der Stadt ist, sollte dem, auf dem Tibidabo gelegenen Museum einen Besuch abstatten. Warum? Das verrate ich euch jetzt.

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Der Eingang des Museums ist eine riesige Wendeltreppe, in dessen Mitte ein Baum immer tiefer in die Geschichte der Erde hineinragt. Das Wissenschaftsmuseum wurde ursprünglich bereits 1981 eröffnet und ist aber seit der Renovierung und Erweiterung 2004 eines der modernsten Museen in ganz Europa.

Auf über 50.000 Quadratmeter Fläche (das muss man sich erstmal vorstellen) finden sich Exponate unterschiedlichster Natur. So trifft man als erstes auf eine Ausstellung zum Thema Antarktis während nur wenige Meter weiter das Foucaultsche Pendel die Erdrotation erklärt. Und wer auch nur einen Fuß vor den nächsten setzt, stolpert in eine interaktive Ausstellung zum Thema Biochemie und wie Wissenschaftler Heilmittel gegen Krankheiten entwickeln. Allgemein steht der Anspruch „Lernen durch Erleben“ ganz oben – nahezu jedes physikalische Experiment kann ausprobiert und so deutlich besser begriffen werden. Und wenn dies von jemandem kommt, der Physik in Klasse 11 aus voller Überzeugung abgewählt hat, dann muss das Museum wirklich gut sein.

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Wer sich einfach treiben lässt, wird wohl alle zwei Sekunden anhalten und einen der vielen Knöpfe drücken, fasziniert zurücktreten und es vermutlich gleich nochmal machen. Neben jedem Exponat findet sich auch eine Tafel, die das eben gesehene erklärt. Zusätzlich zur, im Eintrittspreis eingeschlossen, großen Halle, gibt es weitere, kostenpflichtige Austellugen, die wir allerdings nicht besucht haben – tatsächlich waren wir mit der Grundausstellung gute zwei Stunden lang beschäftigt.  Wer aber gerne das Planetarium besuchen möchte, kann dafür ebenfalls ein Ticket erwerben!

cosmocaixa barcelona-08Neben allerlei Exponaten der Physik gibt es einen weiteren großen Bereich über geologische Ereignisse, Formen und Tiere. So können Seepferdchen, Krebse und unser Freund hier rechts beobachtet werden. Und natürlich kommt auch hier nicht zu kurz, wer das ganze verstehen möchte.  Mein persönliches Highlight war aber der Nachbau eines Regenwaldes, der ca. 1000 Quadratmeter einnimmt. In der abgetrennten Halle, in der es tatsächlich auch regnet, finden sich nicht nur echte Amazonas-Pflanzen und eine Höhle, in der Schlangen bewundert werden können, sondern auch ein riesiges Aquarium, dass den Lebensraum für dutzende, in den Tropen einheimische, Tiere darstellt. Das Aquarium kann von mehreren Seiten eingesehen werden und zieht Jung genauso an wie Alt. Und wenn ihr in eurem Leben noch kein Wasserschwein gesehen habt, dann solltet ihr ohne dieses Erlebnis Barcelona nicht verlassen.

                                                                                                                                                             Öffnungszeiten:  Das Museum öffnet von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 20 Uhr, seine Türen. Wir besuchten es relativ früh an einem Sonntag und waren angenehm überrascht, dass es vergleichsweise leer war.  

Preise: Studentenermäßigungen gibt es hier keine, das wäre aber auch unverantwortlich, denn mit nur 4 Euro Eintritt habe ich selten besser Geld investiert. Dennoch sparen Inhaber der Caixa-Card 50% des Eintritt, aber wer als Tourist nach Barcelona kommt, der wird dies vermutlich nicht in Anspruch nehmen können. Kinder und Jugendliche bis 16 dürfen gratis in das Museum.

Anreise: Das CosmoCaixa Museum erreicht man am besten, indem man die L7 von Placa Catalunya nimmt und an der Endhaltestelle Avg. Tibidabo aussteigt. Am Fuße des Berges gelegen ist das Museum innerhalb von 5 Minuten zu Fuß erreicht und auch eigentlich kaum zu verfehlen. Die Adresse: Isaac Newton, 26 in 08022 Barcelona

6 comments on “Experience: CosmoCaixa Barcelona

  1. Ein sehr interessanter Beitrag! Weiter so! 😊

    Wünsche dir noch eine schöne Woche und liebe Grüße,
    Christin 💞
    http://www.nochedeverano.com

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  2. Die Baumwurzel ist ja mega beeindruckend! Mir gefällt das Bild von dir und dem Pinguin so sehr 🙂

    xx, rebecca
    rbcmrm.blogspot.de

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  3. Wow, die Pinguine sehen echt faszinierend aus!
    Den Beitrag hast du super interessant gestaltet ♥

    Wünsch‘ dir eine tolle Woche,
    Julie, http://www.fulltimelifeloverblog.com/

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