Wer sich durch seine News-Feed heute morgen gescrollt hat, dem wird spätestens bei der ersten Tasse Kaffee aufgefallen sein, dass wir heute, am 08. März 2017, den Weltfrauentag zelebrieren. Und natürlich soll auch auf meinem Blog dieser Tag einen Post und somit seinen Platz bekommen.

Doch was ist der Weltfrauentag eigentlich?

Der Gedanken eines Weltfrauentages stammt ursprünglich aus den USA und wurde dann 1910 von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin auf der „Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz“  in Kopenhagen vorgeschlagen. Ziel und Kernpunkt war es damals, allen Frauen das freie Wahlrecht zu ermöglichen. Am 19. März (wohlgemerkt, nicht der 8.) 1911 wurde dann der erste Weltfrauentag in 4 europäischen Ländern gefeiert. (Zwei Jahre vorher war dies bereits in den USA geschehen). 66 Jahre später folgte ein weiterer, bedeutender Schritt, denn die Vereinten Nationen erklärten mit einer Resolution (=einem Beschluss), dass jedes Land einen Tag im Jahr als Frauentag erklären sollte. Seit den 90er steht der 08. März jeden Jahres unter einem bestimmten Thema, dass Frauen Rechts- und Chancengleichheit ermöglichen und den Fokus auf noch zu bewerkstelligende Probleme lenken soll. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Be bold for change“, was so viel heißen soll, wie, dass sich jeder einzelne von uns stark macht, für eine fairere, alle einschließende Arbeitswelt. Wer an der Thematik interessiert ist, der findet weiterführende Informationen auf der Webseite des International Women’s Day. 

Chancengleichheit, nicht blindes Trendzug-aufspringen

Und nun noch ein paar kleine Wörtchen meinerseits zum trending hashtag #feminism. Ich kann mich in meinen Äußerungen eigentlich nur Lina anschließen, die in ihrem Artikel (Nr. 9, siehe weiter unten) zum heutigen Tag schon die richtigen Worte gefunden hat, um klar zwischen der Trendwelle und dem eigentlichen Sinn und Zweck zu differenzieren. Denn es geht nicht darum, drei Hashtags unter ein Bild zu setzen und mit dem Finger auf Männer zu zeigen und „buuuh“ zu schreien. Es geht auch nicht darum, sich ein Shirt anzuziehen, auf dem in falschen Französisch etwas erklärt wird, wofür es sich definitiv zu kämpfen lohnt und was doch so viele falsch verstehen. Es geht um Chancengleichheit, nicht darum, einen Trend mitzumachen, weil eine engere Auseinandersetzung damit erkennen lassen würde, dass wir nichts davon haben, uns mit Begriffen zu schmücken, die wir so nicht vertreten. Ja, natürlich gibt es Männer, die partout frauenfeindlich agieren und meinen, in der Wertigkeit von Geschlechtern differenzieren zu müssen und ja, das geht mir genauso fürchterlich auf den Keks, einfach weil es unfair und kleingeistig ist. Nichtsdestotrotz ist nicht jede Frau meine Schwester und nicht jeder Mann mein Feind oder mein Konkurrent. Ich habe mit großartigen Kollegen und Studierenden zusammengearbeitet und am Ende waren sie einfach Menschen mit Kompetenzen, unabhängig ihres Geschlechtes. Der Grund, weshalb wir trotzdem einen IWD haben sollten, ist der, dass nicht allen Frauen auf dieser Welt die gleiche Chancen ermöglicht werden. Ich denke, wir in Deutschland sind trotz bereinigter Gender Pay Gap von 8% (der Unterschied zwischen bereinigt und ungereinigt ist sehr wichtig) in einer eher komfortablen Lage. Schließlich habe ich immerhin das Recht zu entscheiden, was ich studieren und wen ich heiraten mag – und darüber bin ich unheimlich froh, denn das ist nicht in allen Ländern der Welt so. Und ja, um auch auf mich persönlich zurückzukommen, natürlich sehe ich es nicht ein, wenn jemand bei gleicher Leistung mehr bekommt, nur weil ihm anstatt eines zweiten X-Chromosoms ein Y mitgegeben wurde. Aber ich möchte für ein Prinzip kämpfen, das den Menschen mit seiner individuellen, chromosom- und herkunftsunabhängigen, Freiheit unterstützt. Nicht für ein Prinzip, was ausschließlich die eine Seite verteufelt und seinen Beitrag zur Chancengleichheit in einem hashtag gleich vor #ootd sieht.

Und nachdem ich jetzt nun munter vor mich hingerantet habe, gibt es hier, passend zum Jahr 2017 noch 17 Artikel, die mich in den vergangenen Monaten oder aber auch Jahren in Bezug auf Frauen inspirierten, zum Nachdenken anregten oder die ich teilen wollte. Bewusst sind einige der Artikel eher positiv, andere kritisch – die Mischung macht den belesenen Geist.

  1. 10 inspiring and influential women you should know about the edit
  2. 11 TED-Talks von starken Frauenzielstreberin
  3. Startups: Männer fragt man nach der nächsten Investitionsrunde, Frauen nach ihrem Kinderwunsch Edition F
  4. Gleichberechtigung in Deutschland: Unser System basiert auf der Benachteiligung von Frauen Edition F
  5. Frauen an der Macht:Yes they can Zeit 
  6. You Are Not Equal. I’m Sorry. – Medium
  7. Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein großes Problem  – femtastics 
  8. Dahin gehen, wo es weh tut – Kriegsfotografin Andrea Bruce – femtastics 
  9. Persönliche Fakten über den Weltfrauentag – Lina Mallon 
  10. Quiz zum Weltfrauentag – Zeit
  11. The 12 Most Powerful Women In Digital Media – Business Insider 

  12. Sisters March Hamburg
  13.  Blog der digital media women
  14. Why can’t my body be my body – Kenzas
  15. Zwölf Gründerinnen aus Deutschland mit Millionenfinanzierungen – Zeit 
  16. Warum kaum einer über Amal Clooneys Kampf für Frauen redet – Refinery29
  17. Mein Leben als Stück Fleisch – dariadaria.

Und im Sinne der immer präsenten Eigenwerbung und weil die Blog-Guides sagen, dass man seine eigenen Beiträge am besten 70 Mal am Tag verlinken soll, meine Posts zum Thema „Frauen, Rechte und Chancen.“

  1. Das hier ist mein Tanzbereich
  2. Work it on your own
  3. VON SEEBÄREN MIT ROSÉGOLDFARBENEN RUCKSÄCKEN

 

Lasst mir doch gerne Feedback und eure Sichtweise bzgl. des IWD da!

 

2 comments on “Weltfrauentag 2017

  1. Ein wirklich toller Beitrag und jaaa auch ich habe heute direkt mit bekommen, dass Weltfrauentag ist, war schließlich kaum vermeidbar. Aber erst durch dich habe ich gerade das erste mal gelesen oder davon gehört, warum es ihn eigentlich gibt!

    Super interessant, Danke dir für die Info.

    Liebste Grüße, Nicky von http://www.coconuted.com

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