Personal & Opinion

My personal 2016

Schreib einen Jahresrückblick, haben sie gesagt. Das macht Spaß, haben sie gesagt. Und außerdem hast du das die letzten Jahre auch immer gemacht, habe ich mir gesagt.

Und jetzt sitze ich hier, neben mir ein laut schnarchender Dackel, mit einem Handy, dessen Akku tiefenentladen ist und um dessen Problembehebung ich mich eigentlich kümmern müsste. Wir haben noch genau 3 Stunden 2016 und ich bin von einem fulminanten Abschied weit entfernt.

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die Silvester als die Party des Jahres deklarieren und ich bin auch zumindest so realitätsnah angehaucht, dass ich das mit den Vorsätzen sein lasse . Und trotzdem war der 31. Dezember bisher immer ein Tag, an dem ich zumindest resümiert habe, was sich denn da 365 oder auch 366 Tage vor meinen Augen und Ohren abspielten.  Dieses Jahr fällt mir das irgendwie schwer. Das Jahr 2016 ist weniger in Großereignissen greifbar, als es 2015 war, es war vielmehr ein Prozess, der mich begleitet hat. Es war ein Jahr, in dem ich so häufig nicht glauben wollte, was die Nachrichten erzählten, so viele Menschenleben, so viel Leid und so viel ausgesprochener, unverhohlener Hass. Und die Sorge, dass es morgen nicht anders sein wird. Dass die guten Vorsätze nicht beinhalten, dass man aufhört, Menschen ihr einziges, kostbares Leben zu nehmen. Und ich weiß gar nicht, wie ich jetzt eine Brücke, eine kreative Überleitung zu meinem persönlichen Jahresrückblick schreiben soll, aber es hätte sich nicht richtig angefühlt, den vorherigen Absatz einfach wegzulassen oder an das Ende zu hängen.

Also sitze ich hier, vielleicht auch ein bisschen frustriert von 2016, obwohl es eigentlich ein gutes Jahr für mich war. In dem ich für so vieles dankbar bin, wie den bedingungslosen Rückhalt von Familien und Freunden, für die Möglichkeiten Reiseziele wie Mexiko oder Stockholm erkunden zu dürfen. Ich bin auch dankbar für all das, was ich in diesem Jahr beruflich lernen durfte, denn ich finde, es ist ein großartiges Gefühl, wenn man etwas verstanden hat und ein Team weiterbringen kann. Und natürlich für euch Blogleser und die Entwicklung von LINNMAIRA in 2016. Ich habe so viele Schritte für mich selbst nach vorne gemacht und bin mir wieder ein bisschen klarer über das geworden, was mich im Leben glücklich macht und nach was ich strebe. Und doch bleibt nicht die Erinnerung an das Highlight in 2016, sondern die vielen kleinen Momente, Herausforderungen und Erfolge, die dieses Jahr ausgemacht haben. Und natürlich die Neugierde, was denn das neue Jahr mit sich bringt – an Abenteuern und Chancen.

Ich wünsche euch einen fantastischen Start in das neue Jahr, ob ihr groß feiert oder im kleinen Kreis auf die Couch kuschelt. Ich wünsche euch für 2017 nur das Beste, dass ihr all die Herausforderungen mit neuem Mut angehen könnt, dass ihr Menschen an eurer Seite habt oder kennenlernt, die euch motivieren, inspieriern und unterstützen.  Dass es euch gut geht und dass ihr keine Sorgen habt. Und dass wir endlich gemeinsam friedlich Haus an Haus leben können.

–> einen Neujahrespost mit dem Wunsch nach Weltfrieden zu beenden hinterlässt den faden Beigeschmack vom Schönheitskönigin-Wettbewerb. Und doch ist es das, was doch endlich mal einem sinnvollen Vorsatz entspräche und was ich mir tatsächlich wünschen würde.

1 comment on “My personal 2016

  1. Liebe Linn, ich wünsche Dir einen entspannten und freudvollen Silvesterabend. Komm gut ins neue Jahr! Es möge für Dich ein glückliches, gesundes, erfolgreiches, eins mit ganz vielen schönen und interessanten Momenten sein, und es sollen Dir freundliche, kluge, respektvolle und inspirierende Menschen begleiten und Dir Freund sein, bleiben oder werden.

    Danke, dass ich bei Dir lesen darf, Du hast immer wieder viel Interessantes und Wichtiges zu sagen und Deine Art zu schreiben gefällt mir. Ich werde Dich gern weiter begleiten.

    Liebe Grüße nach Hamburg an Dich!

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