Moin Freunde des Internets,

ich schulde euch definitiv noch einen Post über unseren Aufenthalt in Brüssel und obwohl ich großmaulerischerweise bereits am Dienstag angekündigt hatte, den Post noch online zu stellen, brauchte es noch ein paar Tage, bis das hier fertig war. Dafür aber auch fast 1000 Wörter juhu! Wie angekündigt, flog ich letzte Woche mit der Uni in die belgische Hauptstadt um dort nicht nur meine EU-Basis-Kenntnisse (hallo Wi-Po-Oberstufe) aufzufrischen, sondern auch die Instrumente und Machtgefüge besser kennenzulernen und zu verstehen. Neben den Besuchen der Kommission, des Rats sowie des Parlaments standen auch interessante Gespräche bei Transparency International, Politico und Bertelsmann auf der Agenda – und eins kann ich vorweg nehmen: Sie haben mich mit einer Menge Gedanken und Post-Ideen zurück nach Deutschland fliegen lassen. Heute soll es aber erstmal um ein kleines (!) Travel-Diary gehen – und natürlich auch darum, wo man die besten Pommes bekommt.

Wo sollte man unterkommen?

Dadurch, dass wir zu insgesamt 17. in dieser Stadt unterkommen mussten, entschieden wir uns für die unterschiedlichsten Varianten. Die beiden Favoriten: Airbnb’s und das Meininger Hostel. Meine Gruppe quartierte sich im letzteren ein, in welchem wir etwa 17 Euro pro Nacht für ein privates 6er Zimmer bezahlten. In diesem Preis ist übrigens die Zimmerreinigung eingeschlossen! Das Hostel war eines der saubersten Hotels, in denen ich untergekommen bin, das Badezimmer war großzügig, Duschgel/Shampoo sowie Handtücher und Bettlaken waren ebenfalls inklusive. Einzig allein die Tatsache, dass es kein Fenster gab, war ein wenig anstrengend, denn bei mehreren Leuten lüftet man ja gerne morgens einmal durch. Sehr zu empfehlen ist übrigens das Frühstück. Hier bekommt man für 7,50 Euro so viel das Herz begehrt – von Körnerbrötchen bis zu Rosinenbrot und frischem Obst ist alles dabei. Wer also nicht vorhat seinen täglichen Kalorienbedarf durch Waffeln abzudecken (das ist die Preisspar-Methode, mehr dazu unten), dem kann ich dass All-in-Buffet ans Herz legen.

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Was lohnt es sich anzuschauen?

Dadurch, dass wir ja vor Ort ein straffes Programm hatten, war es uns leider nicht möglich allzu viel außerhalb dieses Plans anzusehen, was uns aber sehr ans Herz gelegt wurde, war der Ausblick des Instrumenten-Museums sowie die Afterwork-Veranstaltung auf dem Place de Luxembourg. Ebenfalls ein Must: Pommes bei Maison Antoine, einer kleinen Bude, bei der man sich aus zig verschiedenen Saucen seine Favoriten aussuchen kann. Seine Pommes-Tüte darf man sich übrigens mit in die umliegenden kleinen Bars nehmen und kann sich dort ein Getränk dazu bestellen. Das, bereits in der dritten Generation geführte, Pommes-Geschäft, ist nämlich so etwas wie eine lokale Sehenswürdigkeit und sehr beliebt. Ich entschied mich für die Sauce „Américaine“ (ohne wissen, was sich dahinter verbirgt) und bekam etwas, das mich von Geschmack her sehr an Bruschetta erinnerte – nur ein wenig stärker gewürzt. Wer, wie wir, in Molembeek residiert, der sollte sich für Essen/Trinken noch das MOK, Mappa Mondo und Walvis anschauen. Dort gibt es wahlweise guten Kaffee, einen tollen Blick beim Feierabendbier oder den aufwendigsten Salat, den ich je gegessen habe. Und wer Zeit hat, der sollte einfach mal durch die „Galerien“ schlendern, das sind, sofern ich das richtig verstanden habe, Einkaufszentren mit ausgewählten Geschäften sowie Büros. Aber so aufwändig gestaltet, als sei es ein Museum.

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Was sollte man einkalkulieren?

Eins vorab: Brüssel ist eine unfassbar teure Stadt – sagt diejenige, die in Hamburg zuhause ist und auch in Stockholm gegessen und getrunken hat. Aber wenn Starbucks die günstigste Alternative für Kaffee ist, dann kommt man schon einmal ins Grübeln. Ich würde tatsächlich vorschlagen, im Hostel abends selbst zu kochen oder mal ins Walvis auszugehen und dort zu essen. Allgemein erschien es uns so, dass es verdammt schwer war, ein herzhaftes Brötchen zu bekommen – Waffeln findet ihr dagegen an allen Ecken und Enden. Wer also in der Lage ist, sich eine Woche nur von Waffeln zu ernähren, für den wird das ganze ein preiswertes Vergnügen (Waffeln konnten 1-3 Euro). Ansonsten würde ich aber für jeden Tag etwa 20 Euro für Lebensmittel einkalkulieren. Fliegen kann man nach Brüssel aber sehr preiswert, das ganze geht bei Ryanair ab 8 (!) Euro los, ich habe 30 Euro inkl. zwei Handgepäckstücken bezahlt. Horrorstories habe ich keine erlebt, selbst als ich auf dem Rückflug meinen Handgepäckskoffer aufgeben musste, weil der Flieger komplett ausgebucht war, kam dieser unversehrt mit und davon abgesehen, dass das nun mal kein Komfort-Flugzeug ist, kann man für diese Strecke sehr bequem mit den Iren fliegen.

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Wie ist die Stimmung in Brüssel?

Ursprünglich war geplant, dass wir im März nach Brüssel fliegen – bis eine Woche vor Abflug die schrecklichen Attentate verübt wurden. Konsequenz für unsere Reise: Viele Diskussionen, viel Abwiegen und ein Verlegen der Reise auf November. Auch jetzt noch begegnet man ziemlich viel Militär auf den Straßen und ja, das fand ich zeitweise doch ein wenig befremdlich. Wir haben mit vielen Leuten gesprochen, die diese Stadt ihr Zuhause nennen und sie alle bestätigten uns, dass man relativ schnell zu einer Normalität zurückgekehrt sei. Da Brüssel als politischer Kessel eh tendenziell verstärkte Sicherheitsvorkehrungen hat, stellt das zusätzliche Militär für die meisten kein Problem und auch keinen Grund zur Sorge dar. Die vermutlich wahrste Aussage zu dem Thema „Wissen Sie, es kann Ihnen überall passieren. Hier, in München, in Hamburg oder Berlin. Nur können wir deswegen nicht aufhören unser Leben zu leben. Wir müssen und wollen weitermachen.

Und ich denke damit lasse ich noch ein paar Bilder auf euch wirken. Mein Fazit: Brüssel ist eine unfassbar schöne und vielfältige, interessante Stadt und ich möchte definitiv nochmal wiederkommen, um mir mehr anzusehen!

xx

Linn

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WYNTK (What you need to know)

  • Stay at the Meininger Hostel in Molembeek, it’s clean, cheap, well located (20  minutes by foot to the Mannekin Pis) and the breakfast for round about 8 Euros might save your life, because:
  • Brussels is freaking expensive – says the one from hamburg who has been to stockholm lately. I mean, you could probably earn your calorie intake from a waffle, which costs one euro, but if you like coffee and cheese, you might come back broke. So go for the all inclusive breakfast (if you stay at the meininger hostel) and eat as much as you can! A must: Fries at Maison Antoine!
  • You can go nearly everywhere by foot – one drive with the bus costs around 1,50 Euro, but if you brought comfy shoes with you and the weather is nice enough, you better explore the city by foot.

2 comments on “Travel to Brussels

  1. Wunderbare Eindrücke<3
    Ich bin sofort neugierig geworden und möchte Brüssel auf jeden Fall mal besuchen:)

    Hab einen wunderbaren Nachmittag!
    Liebe Grüße,
    Carolin von STREIFENHERZCHEN.DE

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  2. Pingback: 2016 auf LINNMAIRA – LINNMAIRA

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