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Was mich an Social Media nervt

Juhu Freunde, es ist mal wieder Zeit für eine fröhliche Freitag-Motzerei. Wobei Motzen fast schon übertrieben ist, denn es geht lediglich um ein paar Dinge, die mich in den sozialen Netzwerken stören. (Aber die Alliteration war so unlustig, dass ich sie gerne verwenden wollte) Denn neben dem, was ich da als Blogger poste oder twittere, konsumiere ich ja gleichzeitig auch als Nutzer. Und so sehr ich Social Media auch mag und täglich im Gebrauch habe, gibt es ein paar Dinge, die mich nerven und mir den Spaß verderben. Ich spreche hier nicht von der Tatsache, dass online alles immer schöner präsentiert wird, als es eigentlich ist, sondern einer Art Knigge, an den man sich mal halten könnte. Hier kommen (bitte mit einem Augenzwinkern lesen) 3 Punkte, über deren Optimierung man mal nachdenken könnt:

Das Gänseblümchenprinzip: Er folgt mir, er folgt mir nicht.

Wenn mir Leute follow4follow mäßig auf Instagram, Twitter und Co. folgen, aber dann so schnell wieder entfolgen, dass mir nicht mal für kurze Zeit der Name angezeigt wird. Abgesehen, dass ich von solcher Aufmerksamkeitshascherei nicht so viel halte, wenn ihr Spielchen spielen wollt, dann spielt sie doch bitte wenigstens richtig, Freunde der geliebten Like-Beweihräucherung. Ich folg dir und du folgst mir, war schon in Zeiten von Blogspot eher semi-professionell und wenn wir anfangen, das alle zu machen, dann nützt es uns gar nicht, tagtäglich zwischen 500 und 100 Followern zu schwanken. Abgesehen davon finde ich den Gedanken furchtbar, meine Followerliste jeden Tag neu auszusortieren und nein, ich möchte auch keine App dafür, danke.

Ach #ad steht für Werbung?

Richtig genervt bin ich auch, wenn man meint, auf die Kennzeichnung verzichten zu müssen. Das Thema hatten wir ja im vorletzten Recap schon, ich bin echt enttäuscht über die deutsche Blogosphäre, die es nicht für notwendig erachtet, eindeutig gesponserte Beiträge zu kennzeichnen. Und #ad ist einfach keine rechtmäßige Kennzeichnung einer Werbung. Frage mich auch tagtäglich, warum wir uns und unserer Authenzität damit selbst ins Bein schießen wollen, denn wenn man drei Unternehmenshashtags setzt, den Account verlinkt und noch übertrieben das Produkt anpreist, dann fällt das auch dem naivsten Fan auf, dass man dafür wohl ’ne kleine Aufmerksamkeit bekommen hat. Von den regelmäßigen Hauls einer skandinavischen Marke auf Snapchat mal ganz zu schweigen.

„Liebe 16-jährige Follower, ich kann euch dieses Shampoo gegen Haarausfall ja nuuuur empfehlen“

Selbes gilt übrigens für Follower-Kauf. Kann man sich damit eigentlich noch gut im Spiegel anschauen?  Und wie ist das eigentlich, wenn man Produkte bewirbt, die die zu Teilen junge Leserschaft massiv beeinflussen können? Ich las vor einigen Monaten auf einem relativ großen Account eine Werbung, die zur natürlichen Verhütungsmethode riet. Dass die Dame selbst die Antibaby-Pille nimmt, aber nur mal „allen, die eine Alternative suchen, etwas empfehlen wollte“, ist an sich vermutlich schon schlimm genug, denn wie vermag ich etwas empfehlen, wenn ich selbst es nicht testen konnte (wollte). Aber es ist eine Sache, ob ich jemandem evtl den falschen Lidschatten empfehle oder ob ich ihm rate, einfach mal so Pille abzusetzen und nach einer Methode zu verhüten, die gerade bei einer jungen Leserschaft sehr unsicher ist, weil der Hormonhaushalt noch durcheinander gewürfelt wird.

Ich halte nicht viel von einer Vorbild-Rolle, die man Influencern, Bloggern etc zuschustert, aber ich finde dass man jeden Post mit der Frage „würde ich das meiner besten Freundin auch empfehlen“ überdenken sollte. Und dass man seine Finger bei allem, was medizinisch oder gesundheits involvierend wäre, raushalten sollte. Allenfalls der Rat, einen Arzt aufzusuchen, wäre angebracht und nicht das Verteufeln oder himmelhochlobende Verhalten einiger Sachen gegenüber.

Und jetzt möchte ich natürlich auch mal wissen, was stört euch an Social Media? Was können Menschen auf diesen Plattformen (mich natürlich eingeschlossen) besser machen? 

Alles Liebe,

Linn

2 comments on “Was mich an Social Media nervt

  1. Finde ich echt super und kann dir nur zustimmen! Mich nervt das ganze Unehrliche und Gefakete (schreibt man das so?) „Influencer“ erzählen von Produkten, hinter die sie gar nicht stehen, nur um Geld zu verdienen….
    Ich bin mega müde und würde wirklich gerne was sinnvolleres schreiben, aber ich verstehe komplett was du meinst und finde es okay, dass du dich darüber aufregst 🙂

    xx, rebecca
    rbcmrm.blogspot.de

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  2. Pingback: 2016 auf LINNMAIRA – LINNMAIRA

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