Ich hatte es ja schon ein paar Mal angeteasert, für mich steht eine große räumliche Veränderung an, vom kalten Hamburg geht’s in den hoffentlich etwas wärmeren Süden. Anfang Januar werde ich in den Flieger nach Barcelona steigen und dort knapp vier Monate verbringen. Wieso, weshalb und warum, das möchte ich euch heute erzählen.

Zunächst einmal: Ich fliege nicht so zum Spaß nach Barcelona (4 Monate Urlaub würde das Konto wohl auch an den Rande des Wahnsinns treiben), sondern um dort zu studieren. Im Rahmen meines Studiums ist das vierte Semester als Auslandssemester festgelegt und so stellte sich mir Anfang diesen Jahres die Frage, wo ich gerne 2-6 Monate verbringen möchte. Wer mich kennt, der weiß, dass die Qual der Wahl mich vor eine ziemliche Herausforderung stellte und so ließ ich mir bis auf die letzte Minute Zeit mit meiner Entscheidung. Denn wenn man so ziemlich überall auf der Welt Partnerunis hat, dann helfen auch keine Pro-und-Contra-Listen oder Würfel mehr. Viel ratsamer ist es, auf sein Bauchgefühl zu vertrauen und auch mit Kommilitonen, die bereits im Ausland waren, zu sprechen. So rieten mir diese z.B. von den USA ab, da ich mit 19 dort nicht volljährig wäre und das einige Einschränkungen mit sich bringen würde. Nachdem ich mir alle Partnerunis zumindest online ansah, mich über mögliche Unterkünfte, Stundenpläne und aber natürlich auch Kosten (ein nicht ganz unbedeutender Faktor) informierte, blieben mir drei Optionen. Mexiko City, London und Barcelona. Ersteres entfiel leider relativ schnell, da ich das vorgegebene Sprachregel (Spanisch B2) nicht erreichte und so blieben mir die beiden europäischen Metropolen. Jetzt mag die Frage aufkommen, warum ich, wenn mir doch so viele Optionen offenstanden, mich für eine Stadt entschied, die so nah an zuhause  ist.  Die ehrliche Antwort: Es war eine Bauchgefühlsentscheidung. Eine, die aus ganz vielen Faktoren entstand. Weil Barcelona für mich eine Stadt ist, die lebt und pulsiert, die ihren ganz eigenen Charme hat. Weil ich mich unheimlich freue, wieder mehr Spanisch zu sprechen, auch wenn es Catalan und nicht mein gewohntes Castellano ist. Weil ich (hallo Spießer) tatsächlich unheimlich auf die Kurse gespannt bin (hallo Entrepreneurship, Politics und HR).  Und weil ich morgens mit einem Kaffee am Strand sitzen kann, 15 Minuten mit dem Rad von meiner Wohnung entfernt.

Wenn man sein Auslandssemester im europäischen Inland verbringt, heißt es entspannt zurücklehnen, wenn Kommilitonen Visa-Anträge ausfüllen. Ich musste lediglich ein  paar Formulare ausfüllen, meine favorisierten Kurse angeben und dann die Daumen drücken, dass alles glatt läuft. Tat es Gott sei Dank auch und somit bin ich für das SS2017 an der Universitat Autonoma de Barcelona immatrikuliert. Und das beginnt früher als man zu erwarten meint. Direkt nach dem Ende meiner Klausurphase hier in Hamburg heißt es Koffer packen und wenige Tage später Familie und Freunde zurückzulassen. Bis Anfang Mai heißt es dann Hola Barcelona und ich freue mich natürlich auch schon sehr darauf, eine Stadt ganz neu zu entdecken und euch auf dem Blog mitzunehmen.

Barcelona ist es übrigens auch geschuldet, dass es hier vergleichsweise wenig Content gab. Denn so easy die Immatrikulation auch ist, ähnlich wie in Hamburg, ist der Wohnungsmarkt kein Zuckerschlecken und wer nicht mit drei Personen in einer Einzimmerwohnung hausen mag, der muss den Igel in der Tasche ziemlich besänftigen. Und auch Arzttermine wollen vorher gemacht werden, der ein oder andere Anruf mit der KV steht noch auf der Agenda und lauter weiterer administrativer Kram, der leider nicht halb so viel Spaß wie das Schreiben eines Blogpostes macht. Nicht zu unterschlagen die Tatsache, dass ich nach meinem Semester in Barcelona noch knapp 6 Monate keine Vorlesungen hier in Hamburg habe – und mir durchaus vorstellen könnte, noch ein Praktikum im Ausland (vielleicht Stockholm?) zu absolvieren.

Aber erstmal heißt es jetzt ordentlich büffeln und recherchieren, um dann auch alle Prüfungsleistungen rechtzeitig abgeben zu können und dann komme, was sich ergebe.

Ich wünsche euch einen fantastischen Start in den Dienstag!

Alles Liebe, Linn

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