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Organize yourself: My daily scrum

Hätte man meine Klassenkameraden noch zu Schulzeiten gefragt, ob ich ein organisierter Mensch bin, es wären Tränen geflossen. Lach-Tränen. Denn ich hatte in der Regel keine Mappen, sondern einen bibeldicken Collegeblock, aus dem ich mal mehr oder minder gut die gefragten Zettel herauszaubern konnte. Ehrlich gesagt bin ich angesichts dieser Situation auch selbst überrascht, dass ich dennoch irgendwie nie damit auf die Nase flog – was auch zu dem mich-beschreibenden Satz im Abibuch führte „Chaos im Kopf, aber trotzdem gute Resultate“.

Heute wäre das so allerdings nicht mehr möglich. Ich studiere, arbeite, bin in zwei Ressorts an der Uni und habe es mir auch zur Aufgabe gemacht, diesen Blog regelmäßig mit Beiträgen zu füllen. Dadurch, dass mein Vorlesungsplan jede Woche wechselt, wüsste ich ohne Kalender nicht mal, wann ich morgens aufzustehen hätte. Ich besitze also einen elektronischen Kalender, der sich Termine aus E-Mails zieht und ein Daily-Journal aus Papier, in welches ich To-Do-Liste, Notizen, Ziele und Projekte verewige.

Um die Punkte auf den To-Do-Listen abhaken zu können und Zeit effektiv zu nutzen, habe ich mich an einem Modell orientiert, welches häufig im Projektmanagement genutzt wird. Etwas modifiziert und heruntergebrochen, hilft „Scrum“ zumindest mir, die Zeit, die zwischen Pflichtterminen übrig bleibt, wirklich effektiv zu nutzen. Als ich noch nach Gusto meine To-Do-Liste zu minimieren versucht habe, fand ich mich in der Regel in meinem komplett umgestellt und möblierten Zimmer wieder, neben mir die Postkarte von vor drei Jahren, die es auf faszinierende Art und Weise schaffte, mich seit 30 Minuten von der Erledigung anderer Aufgaben abzuhalten.

Da es aber eher semi-sinnvoll ist, sich an etwas wie Postkarten sortieren den ganzen Tag mit aufzuhalten, sieht meine Vorgehensweise nun etwas anders aus: Als erstes schaue ich, wieviel Zeit ich selbst zur Verfügung habe. In meinem Fall war das gestern, wenn man Uni und Arbeit abzog, noch 2 Stunden. Ich hab also ein Kontingent von 120 Minuten, was ich verbraten kann. Als nächstes schaue ich auf meine To-Do-Liste auf der neben Blogpost-Vorbereitung auch Dinge wie Mails und Wäsche zusammenlegen stehen und fange oben bei den Aufgaben mit der höchsten Priorität an. Dort verteile ich dann meine 120 verfügbaren Minuten. Sind alle Aufgaben mit der höchsten Prio abgedeckt, wird das Restkontingent auf die nächstwichtigeren Aufgaben verteilt und so weiter und so fort. So ist gewährleistet, dass man auch wirklich erst mit den Dingen anfängt, deren Deadline nahezu schon an die Tür klopft. Und wenn man fertig ist, dann kann man sich gepflegt eine Auszeit mit so vielen Postkarten wie irgendmöglich gönnen.

Aber wie organisiert ihr euch? Notizbuch, Kalender, App? Und habt ihr vielleicht ein System was ihr empfehlen könnt? Hinterlasst mir doch einen Kommentar!

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4 comments on “Organize yourself: My daily scrum

  1. Haha was für ein cooler Post! Jedes Jahr probiere ich durch Planer und Notizbücher und Handy Kalender mein Jahr zu planen und zu regeln, leider klappt das nie, ich hoffe, dass ich das auch schaffe zu ändern, sobald ich aus der Schule raus bin😁
    Liebe Grüße,
    Sally-Anne
    http://www.xosallyanne.blogspot.de

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    • Hey liebe Sally-Anne,
      bei mir hat es tatsächlich auch während der Schulzeit nie funktioniert, daher besteht Hoffnung, würde ich mal sagen haha 🙂 Finde auch, dass ein schöner Kalender immer ein ganz guter Anreiz ist! Meiner oben war verhältnismäßig teuer und daher denke ich mir immer „Okay, wenn du es nicht einträgst, dann wirfst du das Geld zum Fenster heraus haha“.

      Liebe Grüße
      Linn

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  2. Toller Beitrag! Und sehr schön geschrieben. Ich mag das System nach Bullet Journal 🙂 Lg

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  3. Pingback: Organisierter im Alltag – Meine Tipps & Tools – LINNMAIRA

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