7 in some words

7 in some words #1

„Linn, du schreibst so viel über ernste Themen..“, ich sitze neben einer guten Freundin im Auto und meine Antwort fällt ehrlich gesagt, ziemlich kläglich aus: „Ehmm, jahaa, mhmm“. Tatsächlich wurde dieser Blog in letzter Zeit (von meinem Stockholm Travel Diary abgesehen) hauptsächlich mit Essays gefüllt, die mir wichtig waren und am Herzen lagen. Die ich teilweise wieder verworfen und neu begonnen habe , weil ich den Ansatz noch nicht gut genug fand. Was ich aber nicht damit bezwecken möchte, ist, dass Menschen denken ich sei immer nur am kommentieren und protestieren und aus Prinzip ein Vox Diabolo. Sicher, ich würde einen gut recherchierten Kommentar immer vor einem belanglosen Geplänkel über mein Frühstück posten, aber ich möchte auch, dass der persönliche Aspekt eines Blogs nicht verloren geht. Denn das, was ich bei anderen schnell kritisiere, diese Messlatte muss ich mir zuallererst selbst anlegen.

Ja, ich möchte definitiv aktuellen, interessanten Content hier auf dem Blog haben, Inhalte, die mich widerspiegeln und trotzdem ganz vielfältig sind.  Und ich möchte auch wieder mehr als Einzelperson hinter diesem Webauftritt stehen (Wow, was für ein vor Narzissmus triefender Satz.) Was euch an neuen Themen und Kategorien erwartet, da möchte ich nicht allzu vorweg nehmen (zumal es auch nichts schlimmeres gibt, als Sachen anzukündigen und dann nicht einzuhalten). Eines soll aber gleich heute und in Zukunft dann jeden Sonntag auf dem Blog zu lesen sein und das ist ein kleiner Rückblick meiner Woche. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ihr das spannend findet, aber wer den Text bis hierhin durchgelesen hat, dem unterstelle ich ohnehin ein gewisses Durchhaltevermögen :). In diesem Sinne, genug Orga-Geplänkel und auf zu neuen Blogpost-Ufern

Festgestellt

, dass ich nicht zu den ganz großen „Influencern“ auf Instagram gehören möchte. Wenn ich sehe, dass da Leute ihre Fans haben, die dann Bilder reposten und drunter schreiben „Baby, du bist alles für mich, meine Sonne, nur deinetwegen ist mein Tag heute schön“, dann möchte ich verzweifeln. Nicht nur, dass ich dieses Abhängigkeitsverhalten und verehren von Idolen ein bisschen seltsam finde, ich will auch auf keinen Fall, dass jemand sein Leben nach mir ausrichtet und Bilder von mir mit Herzchen verziert.

Gelesen

habe ich unter anderem dieses tolle Interview auf femtastics mit Kristina Kaba, die Geflüchteten mit ihren Porträts Chancen ermöglicht. Außerdem einen urkomischen und gleichzeitig verdammt ernstzunehmenden Blogbeitrag von Kathi zum Thema passiv aggressiv.

Gesehen

und fast wieder große Tränen geweint vor Rührung, haltet mich für ein Sensibelchen, aber bei Hundevideos kann ich nicht anders. Ich gehe dann mit einer gr0ßen Packung Taschentücher ins Kino, während sich neben mir Leute die zweite, vermutlich ebenfalls ,meiner Meinung nach, echt schlechte Verfilmung von 50 Shades of Grey reinziehen. (Wer bei 1.20 keinen Kloß im Hals hat, der ist ein Roboter.)

Eigentlich würde ich jetzt hier verdammt gerne noch ein Video einer sehr inspirierenden Bloggerin verlinken, aber da sie gebeten hatte, es nicht zu teilen, werde ich diesem Wunsch natürlich nachkommen.

Auf dem Plan

BIG NEWS ALERT: Letzte Woche kam eine sehr sehr interessante Mail und seitdem bin ich fleißig am organisieren, kalkulieren und recherchieren. Sobald das alles fix und eingetütet ist, werde ich es natürlich mit euch teilen, seid gespannt!

Außerdem freue ich mich sehr auf das BloggerBureau in Nürnberg in zwei Wochen und hoffe, da ganz viele liebe Menschen kennenzulernen, sich auszutauschen und interessanten Vorträgen zuzuhören. Erstmal startet aber nächste Woche mein drittes Semester und ganz wie in der Schule heißt das, das Federmäppchen auffüllen, drei Collegeblöcke kaufen und sich schon mal wieder darauf vorzubereiten, viel zu viel Geld in Kaffee aus dem besten Automaten der Welt zu investieren.

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2 comments on “7 in some words #1

  1. Ich vermag natürlich nur ganz subjektiv zu „urteilen“, aber ich finde, dass wviel von deiner persönlichkeit in deinem Blog steht, dass er viel von Dir offenbart. Jedenfalls habe ich bei dem Unterschiedlichen, was ich hiere lesen darf, immer ein Bild von Dir, das quasi in meinem Kopf entsteht. Und, wenn jeder Deiner Texte ein Puzzleteilchen ist, dann ist das inzwischen schon ein recht erkennbares, deutliches Bild insgesamt.

    Deine Art ist eine komplett andere als meine, unbd da sind auch viele Interessen, die wir nicht unbedingt gemeinsam haben. Aber, dass ich dennoch immer wieder etwas hier bei Dir finde, was mich anspricht, was anregend ist zum eigenen Nachdenken, was mich schmunzeln oder auch mal kopfschütteln oder ein bisschen verzweifeln lässt, was mich aber in seiner Gesamtheit immer wieder herkommen lässt, dass bist letztlich Du, Dein Bild, was ich von Dir in mir habe. – Nichts davon ist übrigens aufgezwungen. Nein, so empfinde ich es überhaupt nicht. – Ich bin in jeder Hinsicht frei, hier auf Deiner Seite, fühle mich auch so.

    Viele Deiner Texte, gerade die ernsteren, gefallen mir sehr. In denen finde ich eigene Gedanken am meisten wieder. Und sie sind für mich bislang immer, glaube ich, inspirierend gewesen.

    Dass Du hier immer wieder Neues probierst, hinterfragst – gerade auch das macht deinen Blog aus. Du bist halt beständig weiter auf der Suche. Das finde ich sehr schön. – Ich hab‘ anderswo mal so oder so ähnlich geschrieben, dass Menschen, die immer noch suchen, leben. Wer damit aufhört, der hört zu leben auf.

    Du aber lebst. Und wie!!! – Ich habe das nie so vermocht. Dass Du es kannst, und dennoch bei vor allem den ernstren Themen jene Weltsicht hast, die aus Deinen Texten spricht, das schenkt mir Freude und Hoffnung.

    Von mir aus, mach also nur weiter so, liebe Linn!

    Aufrichtig liebe und Dir Rückhalt schenken wollende Grüße!

    Gefällt mir

    • Wenn ich mal einen Kommentator des Jahres nominieren dürfte, der Preis ginge ganz sicher an dich! Ich bin immer wieder ernsthaft gerührt von deinen Worten, weil sie gleichzeitig Kompliment und Ansporn sind und ich mir immer denke „Wenn auch nur ein Mensch sich von den Worten auf diesem Blog inspiriert fühlt, dann hab ich schon so was tolles geschaffen“! Es freut mich, dass du mir als Leser schon so lange erhalten geblieben bist und dich in den Kommentaren mit mir austauschst!

      Ganz liebe, von Herzen kommende, Grüße,
      Linn

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