Travel & Experience

Mixed impressions | Aida Stella

„Auf See zu sein macht mich immer unfassbar nachdenklich. Und es beruhigt mich, es entschleunigt. Wenn ich morgens um 5.30 aufstehe um mir den Sonnenaufgang anzuschauen, dann realisiere ich wieder einmal, wie kostbar dieser einzelne Moment ist. Und so schön das festgehaltene Bild auch sein mag, es wird die Emotionen und Empfindungen transportieren können, sie nie konservieren können.“

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„Und es macht mich wütend, zu sehen wie hier manche Urlauber die arbeitenden Menschen auf dem Schiff behandeln. Als hätten sie mit ihrem All-in-Urlaub sich auch das Recht erkauft, sich wie etwas besseres zu fühlen. Die Kellner auf dem Schiff arbeiten bis zu 10 Stunden am Tag und das nicht nur 5 Tage die Woche. 10 Monate lang sehen sie ihre Familie nicht und bewohnen Kabinen, die sogar einem Hamburger Studenten zu klein wären. Ich möchte nicht wissen, wie ich reagieren würde, wenn mir ein empörter Urlauber sagen würde, dass er diesen Saftladen unverschämt fände und der Service das allerletzte. Zumal der Auslöser für seinen präpubertären Wutausbruch fehlender Oregano für seine Pizza war. Dass der Kellner sich tausend Mal entschuldigt hat, sollte nicht mehr als selbstverständlich unter der „Kunde ist König“ Annahme verbucht werden. Respekt vor einem Menschen ist niemals gekoppelt an eine Hautfarbe, eine Berufstätigkeit oder sonst etwas. Und dessen sollten sich manche Menschen sehr dringend bewusst werden.“

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„Wenn ich es mir so Recht überlege, dann stand ich hier vor etwa zwei Jahren an diesem Bug. Und dadurch, dass so vieles gleich zu geblieben scheint, fällt umso mehr auf, dass ich mich in den letzten zwei Jahren verändert habe. Dass sich Prioritäten und Interessen verschoben haben – und dass ich mit dieser Entwicklung unheimlich glücklich bin. Dass ich das Gefühl habe, immer mehr der Mensch zu sein, der mit sich selbst zufrieden ist.“

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„Man nimmt eine Stadt nicht auf, in der man durch sie Touri-Hotspotting im Schnellmarsch erkundet. Denn was bringt es einem, Stationen auf einer Liste abhaken zu können, sich dabei aber gehetzt, gestresst und gequetscht zu fühlen. Ich will eine Stadt erleben, will sie verstehen. Doch dafür werden die max. 12 Stunden, die man in einem Hafen liegt, nie ausreichen. Eine Kreuzfahrt ist wie ein Appetizer – meist geht man mit mehr Fernweh als zuvor.“

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