Monaco Monte Carlo Travel & Experience

Travel diary | Monaco

In diesem Post möchte ich euch, wie angekündigt, gerne von unserem Ausflug an der südfranzösischen Küste erzählen.  Wie bereits erwähnt, war der erste Hafen, in dem wir nach einem Seetag anlegten, Ville-Franche-Sur-Mer. Ein kleiner, sehr malerischer Ort in Südfrankreich von dem aus man Nizza in 6  und Monaco in 10 Minuten mit dem Auto erreicht. Da die tragischen Ereignisse in Nizza noch so frisch waren, entschieden meine Familie und ich uns gegen einen Besuch. Es erschien uns unangemessen über die Meile zu flanieren, auf der eine Woche zuvor Menschen sterben mussten.

So also ging es in das benachbarte Fürstentum Monaco. Hier auch gleich der Tipp, den ich jedem ans Herz legen würde: Verzichtet auf öffentliche Verkehrsmittel. Zwar sind diese unheimlich erschwinglich und die Fahrt vom Hafen bis Monte Carlo dauert nur knapp 15 Minuten – aber im Vergleich zu Ihnen ist die Deutsche Bahn zuverlässig bis zum geht nicht mehr. Verspätete Züge, vollkommen überfüllt, sodass Menschen sich fast prügelten um hinein zu gelangen, falsche Auskunft der Servicekräfte (auf Englisch gab es keine Auskunft, lediglich auf Französisch waren ein paar wenige Worte zu entlocken) und Züge die durch den Bahnhof rauschten ohne anzuhalten. Alles in allem eine eher unerfreuliche Erfahrung, aufgrund welcher wir bereits mit der Aida telefoniert hatten, aus Sorge unser Schiff zu verpassen.

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Monaco hingegen fand ich persönlich unheimlich schön. Sehr sauber, schöne Architektur und auch wenn die Preise für Essen und Kaffee astronomisch hoch sind, lohnt sich ein Spaziergang. Tatsächlich lässt sich das Meiste zu Fuß erkunden, sei es die Wachablösung vor dem Fürstenpalast oder das bekannte Aquarium, das von Jaques Cousteau zu dem gemacht wurde, was heute Besucherscharen anzieht. Es ist mit ca. 16 Euro pro Nase wirklich nicht günstig, bietet aber zahlreiche Becken in denen gefühlt jeder Fisch der Weltmeere zu finden ist. Abgerundet wird es von einem Museum für Meereskunde im ersten Stockwerk, in dem unterschiedlichste Skelette und Fangkonstruktionen ausgestellt sind. Danach lohnt sich ein Abstecher auf die Dachterasse. Das Essen im Restaurant hat uns nicht besonders angesprochen, der Blick über Monaco dafür sehr. Der krönende Abschluss fand sich in einem Becken, in dem man Haie streicheln durfte.

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Ansonsten ist es herrlich, sich einfach treiben zu lassen, einen frischen Macaron zu genießen und das unfassbar lebensessentielle Instagram-Game damit zu pushen. (Achtung, der letzte Satz kann Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten). Festes Schuhwerk ist übrigens eine weitere Empfehlung, denn mit hohen Schuhe oder rutschigen Flipflops ohne Sohle erklimmt sich Berg schwer und auch der Abstieg könnte sich sonst in eine wackelige Rutschpartie verwandeln. Die Wachablösung, die zwar ein wenig inszeniert, aber definitiv einen Besuch wert ist, kann um 11.55 bewundert werden. Danach am besten weiter zur Hauptstraße an den Hafen flanieren und die Luxuskarren vorbeisausen lassen. Bei einer Temperatur von gut 30° macht sich auch der Eiskaffee verdammt gut, wobei in Monaco tatsächlich alles schön zu sein scheint. Ich war selten so beeindruckt von einer Straßenunterführung, die mit ihrer Sauberkeit und ihrem Design nichts mit den dunklen Ecken an der Stadthausbrücke in Hamburg gemeinsam hat.

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Und doch hat es mein Herz nicht erobert. Monaco ist wie eine Eisprinzessin (von der Temperatur abgesehen). Wunderschön aber unnahbar – eh viel zu teuer, um dort dauerhaft verweilen zu können und auch irgendwie zu glatt, um Charakter zu beweisen. Ich würde jedem einen Tagestrip oder vielleicht auch ein Wochenende dorthin empfehlen, aber als dauerhaften Wohnsitz könnte ich es mir nie vorstellen.

Dennoch bleibt es ein schöner Ausflug mit tollen Eindrücken auf den weitere folgen sollten. Im nächsten Travel Diary geht es dann zum schiefen Turm von Pisa und mit dem Boot durch den Arno.

Alles Liebe und bis dahin,

Linn

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1 comment on “Travel diary | Monaco

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