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6 Tipps gegen Prokrastination #getshitdone

Ich vermute mal ganz stark, dass ca. mindestens 80% aller Menschen von einer Aufschieberitis betroffen sind, chronisch, versteht sich. Der Fachbegriff hierfür (damit es endlich auch mal wertvollen Infocontent auf dem Blog gibt) lautet übrigens Prokrastination, ich für meinen Teil finde den Begriff Erledigungsblockade aber fast noch bezeichnender. Und ich würde eine Menge Karmaabzugspunkte für’s Lügen bekommen, würde ich jetzt behaupten, dass mir dieses Verhalten komplett fremd sei. Tatsache ist: Ein wenig bequem sind wir alle und leidige Aufgaben werden gerne mal bis ans Ende der Aufgabenliste geschoben. Das Resultat: Zu viel Kaffee, zu wenig Schlaf, ein eigens verschuldetes Jammern und panische Deadline-Albträume. Den heiligen Gral, wie man die Erledigungsblockade aus seinem Leben verbannt, habe ich zwar auch noch nicht gefunden, aber vielleicht helfen euch meine 6 Tipps, wie man seine To-Do-Liste gut abarbeitet.

  1. Da wären wir auch gleich beim ersten Punkt: To-Do-Listen mit Erinnerung anlegen. Ist sicherlich der urälteste aller Tipps, aber auch einer der wirklich effektiven. Apps, die einem in den Hintern treten und den Score sinken lassen, sobald man seine Aufgaben nicht erledigt, machen aus dem ganzen eine Art Videogame und fördern zumindest bei mir den Antrieb enorm. Ist schon echt frustrierend, wieder auf Beginner zurückgestuft zu werden, ich will doch Pro sein!  Seit knapp einem halben Jahr nutze ich Todoist und komme damit prima zurecht. (Auch weil die Mail, die mich jeden Morgen daran erinnern, dass diese eine verdammte Aufgabe überfällig ist, wirklich nicht gut auszublenden ist)
  2. Eigene Arbeitszeit festlegen: Es gibt Menschen, die können toll bis spät in die Nacht lernen und es gibt Menschen wie mich, die werden dann müde und manchmal albern und sicherlich nicht sonders produktiv. Fakt ist: Ich bin morgens um 7 fit und frisch und kann dann am besten aufnehmen. Was mir in der Schule immer zum Vorteil war, nutze ich auch beim privaten Erledigen von Aufgaben. Ich stehe früh auf, arbeite von 7-10 Uhr meine Liste mit Dingen ab (ist euch mal aufgefallen, dass meine Blogposts meistens morgens erscheinen?) und bin dann zeitig fertig. Andersherum gibt es auch Menschen, die erst ab 21 Uhr richtig in Gang kommen – jedem Tierchen sein Plaisierchen. Wichtig ist nur, im vornherein einen konkreten Zeitrahmen abzustecken und diesen optimal in den eigenen Tagesplan zu integrieren.
  3. Erzähle anderen davon: Was einem vor der Führerscheinprüfung stets abgeraten wird, ist bei anderen Aufgaben ein sinnvoller Weg, sich selbst zu motivieren/aktivieren. Wer anderen von seinen Plänen erzählt, der baut stärkeren Druck auf und ist somit eher geneigt, die Aufgaben zeitig auszuführen, als der, der sich nur sich selbst gegenüber verpflichtet fühlt.
  4. Nichts halbes und nichts ganzes ist nichts wert. Auch wenn das allen Internetsüchtigen unter uns (mich eingeschlossen) oft schwerfällt: Das Handy bleibt während des Lernens / Aufräumens / Erledigens im Flugmodus! Ich war neulich tatsächlich wahnsinnig überrascht, wie produktiv ich eigentlich sein kann, wenn ich mich mal nur auf eine Sache zur Zeit fokussiere. Maximal erlaubt ist das Handy in Form eines Timers um Punkt 5 besser einhalten zu können.
  5. Plane Pausen mit ein. Jeder, der wie ich kein begeisterter Läufer ist, verfährt bei seinen ersten Läufen wohl immer nach dem Motto: Okay, ich laufe jetzt zehn Minuten und dann mache ich drei Minuten Pause. Ähnlich kann man auch der Prokrastination gut entgegen wirken: 45 Minuten konzentriert lernen, dann 15 Minuten Pause, dann wieder 45 Minuten lernen. Es wurde wissenschaftlich bewiesen, dass die Konzentrationsspanne stark von Mensch zu Mensch variieren kann, testet also selbst für euch aus, wie lange ihr fit in der Birne seid. Mein Rhythmus liegt in etwa bei 90 Minuten lernen, 10 Minuten Pause und wieder von vorne.
  6. Reviewe deinen Tag. Zum Schluss noch einen abschließenden Tipp: Am Ende des Tages einmal kurz für sich selbst zusammen fassen „Okay, ich habe heute dies, das und jenes geschafft und für morgen nehme ich mir x,y und z vor“. Dadurch realisiert man zunächst einmal, was man alles schaffen kann (das motiviert!) und strukturiert auch schon seinen nächsten Tag.

Ich hoffe, dass euch diese Tipps unterstützen können und freue mich natürlich über Feedback von euch!

Alles Liebe,

Linn

2 comments on “6 Tipps gegen Prokrastination #getshitdone

  1. Eine meiner schlimmsten „Erledigungsblockaden“ habe ich alljährlich, wenn es um die Steuererklärung geht. Ich finde das derart grausig und absurd und mir „aufgedrückt“, dass ichs jedesmal soweit verschiebe, bis es nicht mehr geht. Ich sehe es einfach nicht ein, dass ich diesen Mist jedes Jahr wieder auf leicht andere Art so machen muss, so, wie es andere wollen, wie ich es nie durchschauen werde und, davon bin ich vollständig übverzeugt, auch gar nicht soll.

    Auch, wenn Dich das jetzt schlimm frustrieren sollte, liebe LInn: Kein einziger Deiner Tipps, wird an all dem etwas ändern können … 😉

    Desto liebere Grüße heute an Dich! 🙂

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  2. Pingback: 2016 auf LINNMAIRA – LINNMAIRA

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