Personal & Opinion

Ich bin froh, dass das hier nur ein Hobby ist

Das hier ist mein Blog. Ein für jederman lesbarer Internet-Auftritt. Dahinter steht mein Name, meine Person, aber auch mein kleines Herz. Und das macht es teilweise so schwierig. Ich bin in der komfortablen Lage, dass mein Blog, dieser technische Ausdruck meiner Empfindungen, nicht mein Einkommen ist, dass ich mit meinem Blog Verdienst nicht meine Miete zahlen muss.

Wenn man mit Kreativität zahlt

Halt stop. Hat sie das wirklich gesagt? Ist es nicht der Wunsch eines jeden Bloggers, mit seiner Berufung Geld zu verdienen? Meiner ist es nicht. Warum? Weil ich hier mit Herz schreibe, wenn ich über etwas schreiben möchte. Ich bin in der komfortablen Lage, dass ich meine Posts nach Lust und Laune veröffentlichen kann, dass ich etwas erst online stelle, wenn ich zu 100% damit zufrieden bin. Versteht mich nicht falsch, ich hab keine Angst vor Deadlines, ich finde sie häufig motivierend. Der Großteil aller Blogs lebt aber von Kreativität, von Konzeption und Umsetzung. Kreativität ist aber kein dauerhaft in höchstmaßen vorhandenes Gut, es gibt nun einmal Tage, da will einem beim besten Willen nichts einfallen. Und dann steht man da, weiß, dass der Artikel am nächsten Tag online gehen muss, weil sonst die Miete flachfällt und stellt etwas online, was gerade so den Anspruch erfüllt. Wohlgemerkt vermutlich nicht den eigenen Anspruch, sondern das, was man in losen Worten dem Kunden verkauft hat. Die Konsequenz: Leser, die sich über lieblose Posts aufregen und Kommentare wie „du machst ja eh nur noch Werbung“  hinterlassen.

1 Blogger, 1000 Kritiker

Natürlich gibt es bei jedem Job einen Anspruch, den man zu erledigen hat, wenn man diesen nicht erfüllt, dann bekommt man Ärger vom Chef. Der Chef ist bei vielen selbstständigen Bloggern aber nicht nur der Auftraggeber, sondern das gesamte Internet. Dies präsentiert sich wie ein selbsternannter Chef und nimmt sich die Freiheit heraus, alles und jeden zu kritisieren. Kritik ist gut, Kritik verbessert uns. Nur gibt es immer noch einen Unterschied zwischen Kritik und persönlicher Abneigung. Ob man selbst den Job eines Bloggers versteht oder ausüben möchte, spielt keine Rolle, denn heute wird damit Geld verdient. Gutes, sicherlich auch hart erarbeitetes Geld (so genau ist mein Einblick da aber auch nicht). Wer in einen Supermarkt geht, der kritisiert auch nicht aus Lust und Laune das Gewicht der Mitarbeiterin dort. Wieso also einen Job, der heutzutage im Medien-, Marketing-, und Onlinebusiness fest verankert ist, auf eine persönliche Ebene ziehen.

Ich bin gerne Hobby-Blogger

Jetzt ist die Frage angebracht: Aber dich können sie doch genauso kritisieren. Ja, das könnt ihr alle. Das dürfte und sollt ihr auch gerne, ich bin am Lernen und muss dabei auch erfahren, dass man bestimmte Bereiche noch optimieren kann. Ich verdiene aber nicht alleine mit meiner Meinung, meinem Aussehen oder meinem Namen mein Geld. Ich hab die Möglichkeit, meine berufliche Tätigkeit von diesem Internetaufenthalt, der mir unheimlich viel Spaß macht zu trennen. Ich möchte kein Vollzeit-Blogger sein.

Ich bin froh, dass das hier immer noch ein Hobby ist. Dass ich ein paar Menschen inspirieren und zum Nachdenken anregen kann. Dass ich selbst mit dem Blog wachse und diese Veränderungen dokumentiere, einfach weil es mir Spaß macht. Weil es keine Verpflichtung ist, ohne die ich nicht existieren könnte. Ob ich heute oder morgen bloggen mag, ist mir freigestellt, davon hängt nichts ab. Und ich behaupte, dass es gerade diese Freiheit ist, die mich Texte schreiben lässt, mit denen ich zufrieden bin. Ich bin zufrieden mit meinem Hobby-Blog.

0 comments on “Ich bin froh, dass das hier nur ein Hobby ist

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: