Personal & Opinion

Dann lassen wir sie erst lästern, dann staunen und schlussendlich bewundern.

Der Auslöser für den heutigen Post ist ein Ted-Talk. Kennt ihr Ted Talks? Ted Talks sind Mini-Vorträge, maximal 18 Minuten lang, in denen Leute ihre Ideen, Meinungen und Ansichten teilen, frei nach dem Ted-Talk-Motto: „Ideas worth spreading“. Kann ich jedem empfehlen, der ein wenig neugierig ist auf eine neue Sichtweise. 

Die Kernidee eines Ted-Talks war nämlich:„Denke wie ein Kind“. Warum wie ein Kind? Weil Kinder keine Angst haben, einen Fehler zu machen, zumindest nicht bis zu einem gewissen Alter. Weil für Kinder gesellschaftliche Konventionen nicht existieren, ebenso wenig wie Unmöglichkeiten.

Ich fand diesen Ansatz sehr spannend. Wie oft habe ich mich schon selbst reden hören „Das geht nicht“ und als Antwort auf die Nachfrage „Ja, wieso denn nicht?“ -„Ja, das ist einfach nicht möglich“ gegeben. Fragt man ein Kind wieso das so ist, dann überlegt sich das Kind etwas. Fragt man das Kind „Wieso kann der Mensch fliegen?“, dann malt das Kind dem Menschen ein Paar Flügel und antwortet „Er kann das einfach.“

Für mich ist ein ganz wichtiger Bestandteil einer neuen Innovation Mut. Mut zu etwas neuem, Mut zu etwas, was vorher vielleicht noch nie einer ausprobiert hat. Kinder haben diesen Mut. Die fragen nicht nach, ob etwas möglich ist, die machen es einfach. Und wenn jemand das anzweifelt, dann sind sie so komplett von ihrer Idee überzeugt, dass sie dem Zweifelndem, diesem Ungläubigen einfach den Rücken kehren. Wenn er nicht daran glaubt, sein Problem. Frei nach dem Motto „Meine Idee ist gut, nein großartig, nein genial.Sie ist unkonventionell, aber genial“. Ich bin fest davon überzeugt, dass uns allen ein wenig die Portion Selbstbewusstsein fehlt, die Kinder mitbringen. Dass bei vielen guten Ideen die Flinte zu schnell ins Korn geworfen wird, nur weil jemand sagt „Ja, das hat ja noch keiner gemacht, das kann ja nicht gut werden“. Ja, Freunde der Sonne, das hat einen Innovation nun einmal so an sich, die ist neu, nuevo, new – da müssen wir mal einen Schritt nach vorne machen, den Zweiflern erst einen Grund zum Lästern, dann zum Staunen und schlussendlich zur Bewunderung geben. Wir müssen das jetzt einfach ausprobieren. Denn wenn es noch keiner ausprobiert hat, dann kann doch logisch gesehen auch keiner festgestellt haben, dass es falsch ist oder? Und selbst wenn: Dann drehen wir einfach um und probieren etwas neues aus. Das Gehirn des Menschen ist wirklich sehr groß und ich vermute ganz stark, dass wir Kapazitäten hätten neue, coole Dinge zu kreieren. Wenn da nicht diese verflixte Sorge wäre, wir könnten scheitern. Scheitern und belächelt, vielleicht sogar ausgelacht werden. Und das wäre ja vergleichbar mit dem Weltuntergang oder? Wie? Was? So schlimm nun auch nicht? Na, dann ran an den Kritzelblock, kramt die Ideen aus den Schubladen hervor, von denen ihr eigentlich immer noch träumt, macht doch einfach.

Habt den Mut Fehler zu machen, neu zu sein, unkonventionell und gesellschaftsunkonform von Hamburg bis München. Lasst uns doch alle Mal eine große Scheibe von dem Selbstbewusstsein eines Kindes abschneiden!

#wortzumdonnerstag

xx

Linn

 

1 comment on “Dann lassen wir sie erst lästern, dann staunen und schlussendlich bewundern.

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