Personal & Opinion Personal & Writings

Und welchen Weg gehst du?

DSC_0085

Sobald ihr handeln wollt, müßt ihr die Tür zum Zweifel verschließen. – Friedrich Nietzsche

Nietzsche ist mein Lieblingsphilosoph, einer der wenigen, während dessen Texten ich im Philosophie-Unterricht nicht dazu neigte, mit meinen Gedanken abzuschweifen. Einer, dessen Buch ich wirklich interessant fand, den andere als pessimistisch und den ich als andersdenkend, eher realistisch geprägt beschreiben würde – auch wenn seine Sichtweise auf Frauen nicht ganz mit meiner kleinen Emanzen-Ader zusammenpasst. Vor kurzem jedoch stieß ich auf ein Zitat von ihm, was mich zum Nachdenken brachte.

Sobald ihr handeln wollt, müßt ihr die Tür zum Zweifel verschließen. – Friedrich Nietzsche

Nietzsche verpackt in einem Satz die Erfolgsformel, die wir so häufig zu umschreiben suchen. Unmöglich? Nein, denn die Bewältigung eines Problems oder einer Aufgabe ist nicht der springende Punkt, ob man scheitert oder nicht, das entscheidet sich viel früher.

Your problem is not the problem itself, it’s your attitude about it.

Der menschliche Verstand und Körper ist in der Lage deutlich mehr zu bewältigen, als wir für möglich halten möchten. Wir müssen einfach nur einmal an uns glauben. Müssen die Geister, die unter dem Bett hervorgekrochen kommen und uns ins Ohr flüstern wollen, dass wir scheitern werden, aussperren. Sie in eine imaginäre Kiste verbannen, die Kiste abschließen und den Schlüssel versenken. Und morgens aufstehen, sich selbst in den Spiegel gucken und sich sagen „Scheiß drauf, give it a try“

Das mag nicht immer ganz einfach sein – wir Menschen sind so eine von Dauer durch Zweifel geplagte Spezies und als besonders risikofreudig kann man uns auch nicht bezeichnen, ich meine, handeln, ach das können ja auch andere, da bleibe ich lieber in meiner kleinen Einhorn-Welt, in der nicht schiefgehen, ich aber auch nichts bewegen kann.

NEIN. Stopp. Wo kommen wir denn dahin, wenn wir uns von Ängsten einschränken lassen – uns von irgendeiner gesellschaftlichen Norm sagen lassen, dass wir womöglich nicht gut genug sind diese und jene Aufgabe zu bewältigen? Wir werden langweilig und grau und alt und ertränken uns irgendwann in dem Selbstmitleid, dass wir nie das geschafft haben, wovon wir träumten. Weil wir zweifelten. Weil wir uns alleine und unfähig und durch Zweifel gefesselt und geknebelt fühlten.

Also stehen wir jetzt an einer Weggabelung – an der wir uns entscheiden müssen. Wollen wir zweifeln und unser Leben wie gehabt weiterleben? Oder wollen wir die Zweifel abwerfen, einfach hinfort über die Schulter mit ihnen, an uns selbst glauben und vielleicht etwas schaffe und erreichen, wovon wir sonst nur geträumt hätten.

Ich hab mich entschieden – wofür, das könnt ihr euch sicherlich denken. Und welchen Weg schlägst du ein?

DSC_0086DSC_0087

1 comment on “Und welchen Weg gehst du?

  1. Pingback: 2015 auf linnmaira |

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: